Aktuelle Termine in der Reformationskirche
Impulsegottesdienst „Jesu, meine Freude“
Im Impulsegottesdienst am 12. Februar um 10.30 Uhr steht der symphonische Choral „Jesu, meine Freude“, op. 87/2 für Orgel von Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) im Mittelpunkt. Karg-Elert komponierte zum größten Teil für Soloinstrumente bzw. für kleine Besetzungen. Besonders für das Harmonium, die Orgel und das Klavier hinterließ er ein umfangreiches Oeuvre. Sein Stil lässt sich am besten als spätromantisch, aber mit durchaus expressionistischen Zügen, beschreiben. Neben lyrischen Klängen stehen häufig kühne, bis an die Grenzen der Tonalität gehende Passagen.Karg-Elerts symphonischer Choral „Jesu, meine Freude“ ist in drei Sätze („Inferno“, Canzone, Fuga con Chorale) untergliedert, die die sechs Strophen des Kirchenliedes in unterschiedlichen Farben und Stimmungen beleuchten.
Passionskonzert
Am Samstag, dem 31. März findet um 19 Uhr ein Passionskonzert statt. Anna Herbst (Sopran) und Georg Leisse (Orgel) gestalten ein gemischtes Programm.
Musik zu Karfreitag
Am Karfreitag, dem 6. April können Sie im Gottesdienst um 10.30 Uhr der Kantate „Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem“ BWV 159 von Johann Sebastian Bach lauschen.
Die Kantate greift textlich mit Ausnahme des Satzes „Es ist vollbracht“ nicht auf Bibelstellen zurück (anders als z.B. in Bachs Passionen). Bach vertont vielmehr eine Dichtung von Christian Friedrich Henrici (1700 bis 1764), auch bekannt unter dem Namen „Picander“. Im ersten Satz hören wir einen Dialog zwischen Jesus und der „Seele“, die mit großer Angst auf die Leidensankündigung Jesu reagiert. Im folgenden Duett heißt es dann „Ich folge dir nach“.
Zu Bachs Zeiten sollte sich die Gemeinde natürlich mit den in der Dichtung sprechenden „Personen“ identifizieren. So fungiert die Kantate auch als eine Art Predigt, wenn es in der Bass-Arie (4. Satz) letztendlich heißt: „Es ist vollbracht, das Leid ist alle, wir sind von unserm Sündenfalle in Gott gerecht gemacht.“
Es wirken mit: Anna Fischer (Alt), Lothar Blum (Tenor), Maximilian Krummen (Bass), das Consortium Musica Sacra Köln und das Vokalensemble an der Reformationskirche. Die Leitung hat Kantor Marc Jaquet.
Musik im Ostergottesdienst
Der Gottesdienst am Ostersonntag, dem 8. April um 10.30 Uhr wird musikalisch von Vokalensemble mitgestaltet.
Musik zum Konfirmationsgottesdienst
Am Pfingstsonntag, dem 27. Mai um 10.30 Uhr gestalten Heiner Wiberny und Marc Jaquet den Konfirmationsgottesdienst musikalisch mit jazzigen und klassischen Arrangements für Orgel und Saxophon.
Impulse-Gottesdienst mit Orgelmusik durch die Jahrhunderte
Am Pfingstmontag, dem 28. Mai findet um 10.30 Uhr ein Impulsegottesdienst statt. Marc Jaquet spielt auf der Orgel der Reformationskirche Orgelmusik zu Pfingsten aus den unterschiedlichsten Epochen.
Unsere anderen Projekte
Projektchor-Wochenende
Das nächste Projektchorwochenende findet am 3./4. März statt. Alle Interessierten, ob chorisch erfahren oder nicht, sind herzlich eingeladen, am Samstag, dem 3. März von 10.30 Uhr bis 17 Uhr im Martin-Luther-Haus ein Programm einzustudieren, welches am Sonntag, dem 4. März um 10.30 Uhr im Gottesdienst in der Reformationskirche aufgeführt wird. Das Programm richtet sich nach Anzahl der Anmeldungen und Art der Stimmverteilung und kann daher noch nicht vorab angekündigt werden. Andere, die vielleicht nur zuhören wollen, sind natürlich genauso herzlich zu diesem Gottesdienst eingeladen!
Projektchor und Vokalensemble Was ist was?
Da die Chorsituation in unserer Gemeinde im Verlauf des letzten Jahres tief greifende Umbrüche erfahren hat, ist es uns ein Anliegen gewesen, mit neuen Formaten und Chorgruppen auf diese Veränderungen zu reagieren und allen interessierten Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit zu bieten, bei musikalischen Veranstaltungen dabei zu sein und selbst mitzumachen. Zwei unterschiedliche Chorformate haben sich nun in unserer Gemeinde herausgebildet:
Der Projektchor findet zweimal im Jahr an einem Wochenende statt. Hier kann jede und jeder mitmachen, ganz gleich, ob man Vorkenntnisse mitbringt oder nicht. An einem Tag (in der Regel ein Samstag) wird ein Programm für den darauf folgenden Sonntagsgottesdienst erarbeitet. Der Aufwand ist also sehr überschaubar und es geht nicht darum, ein schwieriges Chorwerk auf die Beine zu stellen. Vielmehr richtet sich das Programm nach den vorhandenen sängerischen Möglichkeiten. Ziel ist es ganz einfach, Spaß am gemeinsamen Musizieren und Singen zu haben in einem Chor, der in sich in dieser Zusammenstellung ja nur für dieses eine Wochenende trifft. Eine Mittagspause lädt dazu ein, sich gegebenenfalls auch näher kennen zu lernen. In den „kontakten“, an dieser Stelle sowie im musikalischen Jahresprogramm wird das „Projektchor-Wochenende“ immer frühzeitig angekündigt. Eine einfache Anmeldung über das Pfarrbüro oder über Kantor Marc Jaquet reicht schon aus.
Das Vokalensemble ist dagegen eine feste Chorgruppe, die seit April 2011 existiert. Das Vokalensemble probt einmal im Monat an einem Samstag von 10 bis 13 Uhr und richtet sich an Sängerinnen und Sänger, die etwas musikalische Vorkenntnisse mitbringen und auch in der Lage sind, ihre jeweiligen Chorstimmen selbstverantwortlich mit Hilfe einer Übungs-CD vorzubereiten. Eine gewisse stimmliche Voraussetzung ist dabei natürlich nötig. Daher sind bei Interesse eine Anmeldung und ein ggf. kurzes Vorsingen bei Kantor Marc Jaquet erforderlich. Das Vokalensemble freut sich nach wie vor über neue Sängerinnen und Sänger, die Spaß daran haben, anspruchsvollere Chorwerke (z.B. Bachkantaten oder Werke a-capella) mitzugestalten! Kontakt und weitere Infos über Kantor Marc Jaquet.
Vorankündigung:
„Geh aus, mein Herz und suche Freud“ ist das Thema des „Singegottesdienstes“, der am Sonntag, dem 10. Juni um 10.30 Uhr im Rahmen der „Sing-Stafette“ stattfindet. Die Gemeinde darf sich auf einen Gottesdienst freuen, in dem vor allem die Besucher selbst mit vielen sommerlich geprägten Liedern den musikalischen Akzent setzen. Das Vokalensemble wirkt ebenfalls mit. Die Leitung hat Kantor Marc Jaquet.
Download des aktuellen Kirchenmusikprogramms
Kichenmusikprogramm 2012
Unser Quartalslied "Über Zäune hinweg" aus dem Liederheft "Wortlaute" zum Ev. Gesangbuch
Wann immer wir uns an den Kirchentag 2007 in Köln erinnern, wollen wir aus dem Liederheft „Wortlaute“ zum Ev. Gesangbuch singen. Dieses Mal wollen wir mit David singen: Denn mit meinem Gott kann ich über Mauern springen (Ps 18,30b).

Zum Gebet ist dieses Lied empfohlen und wir finden in ihm alles, was anders ist, als es im Leben läuft. Die Zäune werden oft schnell aufgebaut, vor fünfzig Jahren kamen die ersten Gastarbeiter, auch Muslime, nach Köln. Autowerke und andere Firmen haben den großen Erfolg des „Wirtschaftswunders“ auf der Zuverlässigkeit und dem Fleiß und der Kraft auch dieser Menschen aufgebaut und die Wissenschaft bereichert - und die dritte Generation baut nun Zäune auf, weil sie nicht wirklich angekommen sind und wir sie und sie sich nicht wirklich integriert haben. Über Zäune, Gräben, Grenzen, Mauern hinweg wollen wir Gemeinde sein, um verstehen und hören und teilen zu können und bringen die Liebe Gottes dem Leben zuliebe, denn immer sind Menschen betroffen. Zum „gebet!“ einander ist das Lied gemacht.
Jochen A. Modeß ist zugleich Komponist und Textdichter des Liedes. Modeß wurde 1954 geboren und hat zurzeit die Stelle des Domkantors an St. Nikolai in Greifswald inne und ist künstlerischer Leiter der dortigen „Greifswalder Bachwochen“. Er komponiert vorwiegend kirchenmusikalische Werke, darunter z.B. das große Oratorium „Frieden“.
Das Lied „Über Zäune hinweg“ lebt von der rhythmischen Gegensätzlichkeit von Strophe und Refrain. Die Melodie des Strophenteils bekommt durch die Achtelbewegungen einen zügigen, aber ruhig fließenden Erzählcharakter. Der vierstimmig ausgesetzte Refrain verleiht dem Ausruf „Herr, hilf uns“ durch längere Notenwerte Nachdruck. Ulrich Bauer und Marc Jaquet
Link zur Website unseres Kantors Marc Jaquet: Website von Marc Jaquet
Förderverein
"Freunde der Kirchenmusik in der Reformationskirche Köln e.V."
So mancher festliche Gottesdienst in der Reformationskirche, an dem Kantorei und Orchester mitwirken, wird durch zusätzlichen Einsatz von guten Bläsern oder einem weiteren Solisten besonders schön und wirken lange nach. Solche besonderen Beiträge sind eben im Rahmen des normalen Budgets für die Kirchenmusik in der Gemeinde nicht zu gestalten: Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt; Spenden können steuerlich geltend gemacht werden.Wenn Sie uns auch finanziell unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende unter dem Stichwort:
Freunde der Kirchenmusik in der Reformationskirche Köln e.V.
Kto-Nr. 1 90 22 90 715, BLZ 370 501 98, Sparkasse KölnBonn
Historie unserer Kantorei
Die Kantorei Bayenthal wurde im Jahr 1893 unter dem Namen „evangelischer Chor Köln-Bayenthal“ gegründet. Die Reformationskirche existierte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Der Chor beteiligte sich aber schon musikalisch im Gottesdienst zur Grundsteinlegung der Kirche am 1. November 1903. Ansonsten lassen sich bis in die dreißiger Jahre keinerlei detaillierten Belege mehr für Aktivitäten des Chores in der Gemeinde finden. Erst kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges tauchen Konzertprogramme und Zeitungskritiken auf, in denen der Chor als „klein“ aber trotzdem „klangschön“ beschrieben wird. Er ist (mit Unterbrechungen während der Kriegszeit) in Konzerten und Gottesdiensten aktiv gewesen. Hervorgehoben werden kann zum Beispiel die Reihe der Bach-Kantaten zum Mitsingen. Eine Zusammenarbeit mit anderen Chören hat es dabei immer wieder gegeben.